Stereoskopie 3D - netMAX

Stereoskopie 3D - netMAX

Single User vs. Multi User

Stereo Displays ohne Sehhilfe

Stereoskopische Displays zeigen dem Betrachter, ohne technische Hilfsmittel, wie Spezialbrillen, ein echt stereoskopisches Bild.
Es gibt verschieden Lösungsansätze und somit unterschiedliche Systeme von Stereoskopischen Displays. Im Wesentlichen muss zwischen Single - und Multi User Displays unterschieden werden. Wie der Name bereits sagt, sind Single User nur für einen Betrachter geeignet. Wenn man in einer Gruppe gemeinsam ein Stereoskopisches Bild haben möchte, eignen sich diese Displays nicht.
Allerdings haben sie im Vergleich zu Multiuser Systemen den wesentlichen Vorteil, dass die effektive Bildauflösung der Regel um den Faktor 4 größer ist als bei Multiuser Systemen. Bei Applikationen in der Forschung und Entwicklung ist dieser Punkt ein ganz wichtiger Aspekt.
Ein weiterer Vorteil von Single User Systemen ist, dass jegliche Art von Stereoskopischen Inhalten ohne große Rechenarbeit des Prozessors auf dem Display zur Anzeige gebracht werden kann. So werden 3D-Videos in Echtzeit dargestellt oder der Anschluss einer Stereokamera ist möglich. Einer stereoskopischen Echtzeitdarstellung (Operation, Überwachung, etc.) steht somit nichts mehr im Wege.

Das Multiuser Display zeigt seinen stereoskopischen Inhalt allen Betrachtern. Daher ist eines seiner Haupteinsatzgebiete in der Werbung zu sehen. Als 3D-Displays für Spielkonsolen oder 3D-Fernsehen werden diese Systeme zukünftig vermehrt eingesetzt werden.
Vorerst sind allerdings noch einige Hürden zu nehmen. So muss die Auflösung erheblich gesteigert werden. Aufgrund der verwendeten Technologie werden Bildinformationen aus mindestens 8 unterschiedlichen Bildwinkeln benötigt, um ein 3D-Bild auf dem Multiuser Displays darzustellen. Es gibt aber noch keine Filmkamera, die synchron 8 Bilder aufzeichnet und sie dann augenfreundlich für die Multiuser Displays justiert. Allerdings zeichnen sich verschieden Lösungen auf dem Markt ab. Die Lösungen rechnen 3D Inhalte (also linkes – und rechtes Bild) in ein Bild mit 8 Ansichten um. Die Zwischenbilder werden entweder durch eine Hard- oder einer Software ermittelt.
Auf der IFA 2005 in Berlin wurde auf dem Stand von Grundig bereits eine Lösung auf Basis einer Hardwarebox vorgestellt. Es war zwar noch ein Prototyp, zeigt aber wohin es gehen wird.